In der Schule geht es darum demokratische Abläufe zu leben, zu erkennen, zu lernen und zu nutzen.

Im Lehrplan 21 wird im fächerübergreifenden Modul «Bildung für nachhaltige Entwicklung» beschrieben und begründet, wie und warum «Politik, Demokratie und Menschenrechte» in die Schule einfliessen sollen:

Demokratie und Menschenrechte sind Grundwerte unserer Gesellschaft und bilden zusammen mit der Rechtsstaatlichkeit die Leitlinien für die Politik. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit unterschiedlichen Gesellschaftsformen, Traditionen und Weltsichten, diskutieren deren Entstehung und Wandel und lernen historische, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge verstehen. Sie setzen sich mit politischen Prozessen auseinander, lernen diese zu erkennen, verstehen Grundelemente der Demokratie und kennen grundlegende Funktionen öffentlicher Institutionen. Sie befassen sich mit den Menschenrechten, kennen deren Entwicklung und Bedeutung und sind in der Lage, Benachteiligung und Diskriminierungen zu erkennen. Die Schülerinnen und Schüler engagieren sich in der schulischen Gemeinschaft und gestalten diese mit. Sie lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden, eigene Anliegen einzubringen und diese begründet zu vertreten. Sie befassen sich mit dem Verhältnis von Macht und Recht, diskutieren grundlegende Werte und Normen und setzen sich mit Konflikten, deren Hintergründe sowie möglichen Lösungen auseinander.

Es braucht eine fortlaufende Auseinandersetzung damit auf allen Ebenen: zu Hause, in der Schule, in der Gesellschaft, in den Institutionen. Wir haben mit dem Klassenrat, dem Schulrat und der Schulversammlung Gefässe installiert, welche dieses Lernen unterstützen und die Kinder dazu befähigen, die Mitsprache als Recht und Pflicht zu verstehen.

In der Schule Kirchlindach Herrenschwanden finden der Klassenrat und der Schulrat regelmässig statt. Die Schulversammlung wird durch den Schulrat und die Schulrat- und Schulleitung im Frühling und im Herbst durchgeführt.

 

Schulversammlungen

Der Schulrat von Herrenschwanden hat im letzten Schuljahr eine Umfrage bei den 1. Klasskindern zum Besuch der Schulversammlungen durchgeführt, eine Schimpfwörter-CHARTA entwickelt, einen Pausenkiosk organisiert und die Erneuerung der Schuhausregeln initiiert. Weiter hat der Schulrat jede Woche, während einer halben Lektion, die Anliegen aus den Klassenratssitzungen diskutiert, Lösungen gesucht und besprochen. Dabei ging es beispielsweise um versteckte Finken, Schimpfwörter, Gewohnheitsrechte auf dem Pausenplatz. Den Abschluss des Schuljahres, verbunden mit dem Dank der Schulleitung für das grosse Engagement, feierte der Schulrat mit einem Apéro an der letzten Sitzung.

Der Schulrat Kirchlindach trifft sich alle zwei Wochen, um verschiedene Anliegen, welche aus dem Klassenrat stammen, zu besprechen. Bei den Anliegen geht es zum Beispiel um Respekt, Umgangssprache, Fussballregeln oder Littering. Der Schulrat bespricht und diskutiert diese Probleme und Anliegen und versucht, eine Lösung zu finden, die später im Klassenrat oder an einer Schulversammlung thematisiert wird.
Der Schulrat hat im vergangenen Jahr an einer Schulversammlung über verschiedene Bodenspiele abgestimmt, welche vom Elternrat organisiert wurden. Da die Kinder im Verlauf des Jahres gemerkt haben, dass der Umgangston teilweise noch nicht stimmt, nimmt sich der Schulrat die Umgangssprache als festes Ziel für das Schuljahr 2026/27 vor.

 

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